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In dieser Rubrik wollen wir Euch nach und Nach einige interessante Sportarten vorstellen:
Eine der besten Seiten im Internet zum Thema Trendsportarten ist FUNSPORTING.
Am besten mal selbst schauen. Hier werden viele neue Sportmöglichkeiten vorgestellt .....
Den Anfang macht macht bei uns eine feuchte Trendsportart, nämlich das Kite-Surfen.
Das Board
Kite-BoardDas Kitesurfboard ist ähnlich wie ein Wakeboard, Snowboard
oder Surfbrett aufgebaut; typischerweise ist es zwischen 120 und 165 cm
lang und ca. 30 bis 45 cm breit. Die Kraftübertragung der
Steuerungsbewegungen der Füße auf das Brett erfolgt über eine feste
Bindung oder über Fußschlaufen. Damit das Brett nach einem Sturz nicht
wegtreiben kann, sichern einige Kiter Ihr Board über eine elastische
oder aufrollbare Leinenverbindung (Boardleash), die mit dem Trapezgurt
des Surfers verbunden (siehe auch Surfbrett) wird. Dann allerdings
sollte der Kiter zum Schutz unbedingt einen Helm tragen! Aus
Sicherheitsgründen verzichtet mittlerweile jedoch die Mehrzahl der
Kiter auf die Boardleash, ein verlorenes Brett kann auch "erschwommen"
werden.
Aufbau des Schirms
AusrüstungSoftschirme, Ram-Air-Schirme oder Mattenschirme sehen aus wie
Gleitschirme und eignen sich vor allem zur Benutzung an Land, z.B. beim
Surfen auf Schnee. Es gibt aber auch Softschirme mit geschlossenen
Zellen, die man zum Surfen auf dem Wasser benutzen kann. Der Begriff
Ram-Air bezieht sich auf die Stauluft zwischen Ober- und Untersegel,
durch die der Schirm seine Form erhält. Die Flugstabilität wird
grundlegend durch Waageleinen erzeugt. Softschirme kommen z. T. mit 3
Leinen aus; manche Matten haben Anknüpfpunkte wie Tubeschirme
(4-Leiner).
Tubeschirme - C-Kite: besitzen Luftschläuche (Tubes). Einen
Frontschlauch, der dem Schirm eine "C-Form" gibt und mehrere
Querschläuche (Struts), die der "Segelfläche" Stabilität geben. Diese
Luftkammern werden vor dem Start auf einen Druck von ca. 6-8 psi
aufgepumpt. Sie verhindern nach einer Wasserlandung das Versinken des
Schirms und erleichtern so den Wasserstart.
Tubeschirme - Bow-Kite: Neben einem flacheren "C" besitzt der
Bogenschirm "Waageschnüre" mit mehreren Anknüpfungspunkten am Drachen.
Durch diese optimierte Form und "Aufhängung" kann man durch Wegschieben
der Bar den Anstellwinkel des Drachens zum Wind über einen im Vergleich
größeren Bereich bis nahezu 100 % Depower verstellen, d. h. im
Normalfall zieht der Kite den Surfer nicht mehr unvermittelt nach Lee
(siehe Gefahren).
Verbindung zur Bar: Steuerung und Sicherheitsleinen
4-Leiner: Zwei Leinen sind für die Übertragung der Zugkräfte zuständig.
Sie werden in der Mitte zur Depower-Leine zusammen geführt und über
eine zentrale Durchführung sowie einer Schlaufe am Ende (chicken loop)
am Trapezhaken befestigt. Die anderen zwei Leinen (Lenkleinen oder auch
Bremsleinen) werden links und rechts an den Enden der Bar befestigt.
Sie ermöglichen weitere aerodynamische Manipulationen wie: Lenken,
Anstellwinkel verändern, Anbremsen.
5-Leiner: Die 5. Leine ist zentral oder als "Y" an der Vorderkante der
Fronttube befestigt. Der Drachen kann durch Zug an dieser Leine
drucklos auswehen, was einen Gewinn an Sicherheit bedeutet. Beim Start
aus dem Wasser hilft sie außdem, den Drachen in eine günstige
Startposition zu bringen (Umklappen). Eine trimmbare fünfte Leine dient
der Stabilisierung des Drachenprofils und erweitert somit den nutzbaren
Windbereich.
2-Leiner: Ein Zwei-Leiner lässt nur eine eingeschränkte Depower des
Schirms zu. Durch Loslassen der Bar kann der Schirm in einer
Notsituation sofort an einer der Leinen auswehen. Er hängt dann nur
noch an der Sicherheitsleine, die oft am Handgelenk befestigt wird.
Meist in der Anfängerschulung eingesetzt.
Start des Kites
Kite-Surfer am Kap Trafalgar (Spanien)Die Vorgehensweise beim Start des
Schirms ist vom eingesetzten System abhängig. Beim Tubeschirm ist ein
Starthelfer sinnvoll. Er fixiert den Schirm am Windfensterrand, wo der
Schirm nicht so viel Zug entwickelt, so dass der Sportler den Schirm
gefahrlos in den Zenit fliegen kann. Ohne Starthelfer kann der Schirm
an einer umgeschlagenen Schirmecke mit Sand(säcken) am Boden gehalten
werden. Zum Start werden die Sandsäcke durch Zug an den betreffenden
Leinen abgeworfen und der Schirm steigt zum Himmel auf.
Bestimmte Ram-Air-Schirme können auch ohne Helfer gestartet werden.
Diese Drachen sind genau in der Leistungszone zu starten. Aus
Sicherheitsgründen ist aber auch bei diesen Schirmen ein Helfer
angebracht, der den Sportler davor bewahrt, ungewollt nach vorne
gezogen zu werden. Das gilt, insbesondere bei extrem viel Wind, auch
für den Tubeschirm-Start.
Start nach Absturz
Kite-Surfer auf Hel (Polen)Nach einer Wasserlandung von Tubeschirmen
versucht der Kitesurfer den Drachen durch Be- und anschließendes
Entlasten (in Richtung des Schirms schwimmend) der Frontleinen den
Schirm auf den „Rücken“, d. h. die Schirm-Oberkante zu legen. Durch
Steuerbewegungen, meist an einer der Bremsleinen, wird der Schirm
vorsichtig aus der Leistungszone zum Windfensterrand bewegt. Dort kann
der Schirm durch Zug an der nach oben weisenden Seite wieder gestartet
werden. Systeme mit 5. Leine am Frontschlauch (vorderer, c-förmiger
Schlauch) vereinfachen das Umklappen des Drachens und damit den
Wasserstart. Insbesondere ist damit auch ein Start in der Leistungszone
möglich, der bei Tubeschirmen ansonsten sehr gefährlich werden kann
(„Russenstart“), weil der Sportler je nach Windzug nach oben und vorne
gerissen wird.
Liegt der Schirm andersherum, ist ein sog. Rückwärtsstart möglich, wenn
der Schirm eine entsprechende Vorrichtung hat. Mattenschirme
(3-/4-Leiner) lassen sich recht einfach durch Ziehen an den Backleinen
(Leinen, die an der Hinterkante des Schirms angebracht sind) rückwärts
starten. Der Drachen erhebt sich dann rückwärts fliegend und kann nach
Erreichen von einigen Metern Höhe durch eine 180°-Drehung wieder in die
Vorwärtsposition gebracht werden. Einige Tubeschirme haben zum
Rückwärtsstart spezielle Leinen, die über ein Umlenksystem oder direkt
auf die Hinterkante des Schirms wirken, was ein Rückwärtsfliegen
möglich macht. Rückwärtsstart-Systeme sind insbesondere zur Benutzung
auf dem Land (auf Schnee) vorteilhaft.
Die sogenannten Bow-Schirme haben die Haupttube bogenförmig nach hinten
geschnitten, sodass der Schirm nicht mehr mit der gesamten Vorderkante
auf Land oder Wasser aufliegt. Durch eine aufgefächerte Anlenkung der
vorderen Leinen sind zusätzlich die Ohren vom Untergrund bzw. Wasser
abgehoben. Beim Relaunch kann sich ein solcher Schirm ohne direkt auf
dem "Rücken" zu liegen, ans Windfenster bewegen und wieder hochsteigen.
Der Übergang aus der Powerzone ist wesentlich schneller und weicher.
Steuerung
Valdevaqueros, Tarifa (Spanien)Mit einer "Lenkstange" (Bar) wird es dem
Kitesurfer ermöglicht, über die Leinen den Flug des Schirms im
Windfenster zu steuern. Zur Richtungsänderung wird der Drachen behutsam
auf die andere Seite bewegt und die dann erfolgende Halse mit der
Kantensteuerung des Brettes unterstützt.
Der Kitesurfer regelt seinen Kurs und seine Geschwindigkeit über die
Steuerung des Schirms und des Brettes. Die Kurse zum Wind können
ähnlich wie ein Segler oder Windsurfer gewählt werden, d. h. gegen den
Wind kann aufgekreuzt werden. Unterschiede ergeben sich gegenüber den
anderen Segelsportlern u. a. durch die Eigengeschwindigkeit und die
Flughöhe des Drachens. Letztere beträgt je nach Leinenlänge
üblicherweise, maximal 27 m. In dieser Höhe ist der Wind meist stärker,
konstanter und frei von Turbulenzen. Fliegt der Sportler den Drachen in
voller Fahrt nach hinten oben, wird er durch den Auftrieb des Drachens
in die Luft getragen. Es lassen sich grosse Sprünge – teils schon Flüge
– vollbringen.
Weblinks zum Thema
Offizielle Seite der PKRA
kitepro.de - Das Kite Online Magazin
Bilder vom KiteWorld Cup
Kitetechnik Videos
Spotfinder zum Kitesurfen
FeralCell.com
Kitesurfing and Snowkite Association e.V.
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